Michas Astroseite
  09.08.08
 

Deepsky auf dem Fuchshügel

Heute mal anders!

Beobachter:
Der Sven und der Micha
Ausrüstung:
Micha sein Comet auf Astro 3
Sven seine 8" GSO f/4 Lichtkanone auf Wackel-SkyView
Das gute alte Zeiss 6x30
Eine EOS 3000 auf Fotostativ
Der EEEPC Subnotebook mit CyberSky drauf
Diverse Okulare, Adapter, Webcams, Barlows, Laser, Filter,Kaffee, Elefanten  Ufos  und eine Tasse für den Kaffee
(Sven sein Tee wurde vergessen, aber das nächste mal bekommt er welchen)
Beobachtungsort:
Der Fuchshügel, ca. 6 km Nördlich von Weimar, ein alter Agrarflugplatz mitten auf dem Acker direkt neben einem gewaltigen Misthaufen
Atmosphärische Bedingungen:
Am Anfang stark bewölkt, das sah eigentlich total mistig aus. Später, trotz vergessener Wolkenschaufel klarer, wolkenloser Himmel (geschätzte 5mag, wenn nicht sogar etwas mehr)

Angefangen hat die Beobachtungsnacht mit vielen Wolken, einem tiefstehenden Mond und jede Menge Partyballons die im Formationsflug ( O-Ton Sven) dahinflogen. Der Jupiter stand auch schon etwas über dem Horizont. Da wir der Meinung waren, das Wetter kann nur schlechter werden, schnell die Kamera an den 8" und ein paar Bilder gemacht, die aber leider durch Schleierwolken, Resthelligkeit und mangelnde Erfahrung nischt geworden sind. Das Wetter wurde zunemend besser, die Woken weniger aber die Temperaturen erreichten fast Herbstniveau. Trotz der als "Arschkalt" empfundenen Temperaturen stiegen die Besucherzahlen (aufgeblendet fahrende Autos mitten der Wallachei) in ungeahnte Höhen - ade Dunkeladaption...

Als nächtses M31  im guten ,  alten Zeiss-Fernglass  gesucht  und auch  irgendwann gefunden - ein kleiner matschiger Fleck. Schnell das Comet ausgerichtet, mit 26 Plössl ein - ein etwas grösserer matschiger Fleck. Dann die Lichtkanone ausgerichtet und oh Wunder ein grosser, heller matschiger Fleck - juhu.
Nachdem sich wieder ein neugieriger Zeitgenosse mit Aufblendlicht unsere Ausrüstung betrachtet hat wollten wir uns über M11 hermachen. Doch, wo war der Wildentenhaufen? Sven geisterte in der Zwischenzeit irgendwo im Adler rum und staunte über die vielen Sterne. Der Schwan war schnell gefunden, aber das Schild lag noch etwas am dämmrigen Horizont. Egal, erstmal in den Zenit auf Vega. Irgendwo muss dort der Ringnebel sein. Die Leier war auch schnell identifiziert. So, jetzt nur noch mit dem GSO von Vega in Richtung Sulafat. Also losgekurbelt und mit dem Sucher gesucht. Nach mehreren Anläufen ( das Trapez der Leier war selbst durch den Sucher ein Sternenmeer) waren wir laut CyberSky an der Stelle, wo der Ringnebel seien muss. Mit dem 26 PL war ein schwacher Fleck indirekt zu erkennen. Also das 9´er PL rein. Aus dem Fleck wurde tatsächlich ein Ring, außen hell und nach innen hin dunkler, aber auch nur indirekt zu sehen. Zwischenzeitlich hat sich dann der Akku des Laptops verabschiedet, so dass unsere beste Orientierungshilfe uns im Stich gelassen hat. Micha konnte den Wildentenhaufen dann glücklicherweise doch im Feldstecher ausmachen. Also schnell das Comet drauf ausgerichtet - welches einen schwachen Lichtfleck im TS Zoom-Okular erzeugte. Nun war es für
die Lichtkanone an der Zeit zu zeigen, ob doch was in ihr steckt. Und siehe da, der Wildentenhaufen löste sich komplett in Einzelsterne auf. Im 9mm PL, ein atemberaubender Anblick. Also doch noch trotz anfänglicher Bedenken einige Erfolgserlebnisse.
Zwischendurch war immer mal wieder Jupiter dran.
Sven sein GSO zeigte auch am Planeten ein schönes Bild, mit dem Zoom waren die Hauptbänder und das NEB schön zu sehen. Anfänglich waren  nur 3 Monde zu sehen, einer kam dann noch hinter der Planetenscheibe hervorgewandert.
Gegen 01:00 Uhr wurden die Bedingungen dann aber durch aufziehende Wolken und einen LPG-Arbeitseinsatz inklusive Flutlicht so schlecht, das wir zusammengepackt haben.

Hier ein paar Bilder der doch recht schönen Beobachtungsnacht:







Das Resultat:
Es ist selbst mit größerem Gerät garnicht so einfach, Deepskyobjekte zu beobachten. Da gehört jede Menge Übung dazu! Und man glaubt nicht, wie interessant Astronomie zu sein scheint, so viele (gut beleuchtete) Gäste hatten wir nicht erwartet
 
   
 
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