Michas Astroseite
  15.08.09
 
Beobachtungsbericht 15.08.09

Es war soweit, Andreas und ich verabredeten uns zu unserer ersten Spechtelnacht.
Als Platz wählten wir dem schon erprobten alten Agrarflugplatz auf dem  so genannten Fuchshügel.
(51° 3'3.59"N / 11°18'43.31"E )
Gegen 20:30 Uhr trafen wir dort ein. Ein Bauer hatte seinen Pflug auf dem Flugplatz abgestellt, welcher einen recht guten Schutz vor heranrasenden Jugendlichen abgab:



Wärend des Aufbaues gabs einen sehr schönen Sonnenuntergang zu bestaunen:



Das Equipment war fix aufgebaut, Andreas hatte wie ein alter Profi Tisch und Stuhl mit.


Ich dagegen begnüge mich mit meiner Alukiste:



Es wurde zunehmend dunkler und wir legten los. Als erstes war der Jupiter an der reihe, allerdings war das Seeing nicht das Beste. Es waberte wie verrückt im Okular.
Ich peilte mit dem C8 die Leier an, um den Ringnebel zu beobachten. Im 40mm-Okular war schon ein Fleck sichtbar. Minute für Minute wurde es dunkler und der Kringel immer besser sichtbar. Im 26mm-Plössl war dann klar der Rauchkringel zu beobachten, der sehr schön fast im zenit stand.
Andreas hielt mit seinem 114/900 ebenfalls drauf und wir beobachteten auch durch dieses Instrument den Ringnebel, aber mehr als kleinen Fleck.
Weiter ging es zum M13. Im kleinen Newton war der schon ein sehr schöner Anblick, der Kugelsternhaufen löste sich schon an den Rändern in Einzelsterne auf.
Im C8 war der Sternhaufen überwältigend, bis in das Zentrum aufgelöst. Ein gigantischer Anblick.

Weiter ging es im Sternbild Pfeil mit Halt bei M71, welcher aber selbst im C8 nur ein Fleck blieb. Dafür entschädigte der Hantelnebel, welcher sich schön in beiden Instrumenten als kleine Sanduhr abzeichnete.
Im Anschluß daran gabs einen Schwenk nach Norden, wo es zu den Galaxien M81 und 82 ging.
Leider passen die beiden selbst mit dem 40 mm-Okular beim C8 nicht zusammen ins Gesichtsfeld.
Aber es waren schöne Detailbeobachtungen möglich. Bei M81 gabs erste Ansätze der Spiralarme, bei der Zigarre waren mittig die durch die Bursts hervorgerufenen dunklen Strukturen klar zu erkennen.

In der Zwischenzeit war es richtig dunkel geworden. Die Milchstraße zeichnete sich klar strukturiert mit ihren Dunkelwolken ab, H & Chi Persei sowie die Andromedagalaxie waren mit dem bloßen Auge sichtbar. Also legten wir erstmal eine Spechtelrunde mit dem 10x50 ein.
Dann ging es weiter zur Andromedagalaxie. In beiden Fernrohren war sie aber ehr eine Enttäuschung.

Im Westen ging eine größere Sternschnuppe nieder, welche ziemlich hell war. Eine richtige kleine Feuerkugel mit einem Schweif.
Gegen 1:30 Uhr ging der Mond auf und wir packten zusammen.













 
   
 
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