Michas Astroseite
  31.07.08
 

Urlaubsbeobachtung

Vom 28.07. bis 31.07.08 machte ich mit meiner Familie einen Kurzurlaub im Thüringer Wald, genauer in Unterweißbach.Dies ist ein idyllisch gelegenes kleines Dorf im Schwarzatal. Dort mieteten wir einen Bungalow  ziemlich abseits am Waldrand.
Hier ein kleiner Eindruck:


Keine Stadt in der Nähe, keine Straßenlaternen.
Leider konnte ich aus Platzgründen das Teleskop nicht mitnehmen, aber das Fernglas war mit dabei.
Bis zum letzten Abend machte eine ziemlich starke Bewölkung das Beobachten unmöglich. Aber dann gab es ein heftiges Gewitter und der Himmel klarte auf. 22:00 Uhr ging ich auf die Terasse, es war noch nicht vollständig dunkel, um nochmal den Himmel zu begutachten. Schon jetzt sah ich mehr Sterne als bei mir zu Hause. Ich positionierte mir schonmal einen Liegestuhl auf der Wiese und wartete auf völlige Dunkelheit. Es wurde so dunkel, das ich Probleme hatte, meine Sitzgelegenheit zu finden. Das Band der Galaxis zog sich über mir in einer so noch nicht gesehenen Klareit entlang. Probleme hatte ich auch, mich am Himmel zurecht zu finden. Als ich mein Fernglas in Richtung Vega hob, strahlte mir ein Meer von Sternen entgegen, einfach unglaublich. Das graue Band explodierte vor meinen Augen in unzählbare Einzelsterne. Als ich meinen Blick weiter schweifen lies, bemerkte ich einen hellen Streifen, wie die Reflexion einen Lichtstrahls an einer Wolke, die Andromedagalaxie. Unglaublich, was ich an Details mit dem 6x30 Zeissfernglas sah. Schnell in den Bungalow, ein Blatt Papier und einen Bleistift geholt.
Im Schein einer Handydisplaybeleuchtung versuchte ich mich an einer Zeichnung:


Es ist wirklich Wahnsinn, was ein absolut dunkler Himmel ausmacht. In der Stadt sehe ich mit dem Teleskop bei weitem nicht so viele Sterne wie dort mit dem Fernglas. Der Anblick erinnerte mich irgendwie an langzeitbelichtete Sternfeldaufnahmen.
 
   
 
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